Des Rundlings Kerns

Geschichte der St. Nikolaus Kirche

Die Dorfkirche St. Nikolaus

Die Dorfkirche St. Nikolaus

In der St.-Nikolaus-Kirche finden neben Gottesdiensten wechselnde Ausstellungen und kulturelle Veranstaltungen statt, auch ein Büchertauschregal hat hier seinen Platz. Ebenso ist sie der Mittelpunkt des Tiefengrubener Kultursommers.

Ihre Baugeschichte reicht in den ältesten Teilen bis in das 15. Jh. zurück. Der rechteckige Saalbau mit bündigem Ostturm wurde 1686 im Inneren im Stil des Barock umgebaut. An der Kanzel befinden sich Malereien, die um 1700 entstanden sind. Die (aktuell nicht mehr funktionsfähige) pneumatische Orgel stammt aus der 2. Hälfte des 18. Jh. Ab etwa 1842 wird der alte Friedhof an der Kirche nicht mehr belegt und der neue, derzeit noch existierende Friedhof wird angelegt.

Aktuelle Termine zu Gottesdiensten und Veranstaltungen der Ev.-Luth. Kirchgemeinde Bad Berka finden Sie unter https://ev-kirche-bad-berka.de/ .

Blick auf die Turmuhr und die Glockenstube

Geschichte

> vor 1500 Erbauung; Chor und Langhaus deuten auf eine gotische Anlage hin
> vor 1574 Errichtung des Glockenstuhls der Kirche Tiefengruben;
Die Jahreszahl ist in die senkrechten Balken eingeschnitten.
> 1686 vermutlicher Umbau des rechteckigen gotischen Saalbaus
mit bündigem Ostturm im Stil des Barock.
> 18. Jh. Ölmalereien an der Kanzel mit biblischen Motiven auf sechs Holzpaneelen, die Moses, Jesus Christus und die vier Evangelisten darstellen. Der (derzeit nur schlecht lesbare) Schriftzug über dem Altarraum ist Psalm 24 Vers 7 „Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch“ [, daß der König der Ehren einziehe!“]
Etwa aus der gleichen Zeit stammt der imposante barocke Orgelprospekt.
> 1796-1991 Abnahme des Turmknopfes wegen notwendiger Reparaturen
u.a. 1796, 1847,1870, 1959, 1991
> 1842 Einrichtung des neuen derzeit noch existierenden Friedhofs auf dem
Steinberg, alter Friedhof direkt an der Kirche nicht mehr belegt
> 1910 Kirche innen umgebaut: Apsisgewölbe im Turmbereich, Emporen und
Umbau des Orgelwerks durch Orgelbaumeister August Müller (Bad Berka)
> 1923 Neue Eisenhartgussglocken der Firma Schilling & Lattermann (Apolda)
> 1962 Ersatz des Uhrwerks durch ein Modell aus dem Jahr 1791. Die Herkunft dieses Uhrwerks ist unbekannt, der Verbleib des alten Uhrwerks ebenso.
> 1990/91 Erneuerung des Turm- und Kirchenschiffdaches
> 1996 Schwammsanierung
> 1998 Erneuerung Innenputz, Elektroinstallation, Herrichtung des kleinen beheizbaren Raumes – genutzt als Winterkirche und Gottesdienste und für Ausstellungen
> 2000 – 2002 Malerarbeiten, Instandsetzung der Bänke, Heizungseinbau
> 2002 – 2010 fachgerechte Restaurierung von Kanzel, Taufdeckel und Orgelprospekt
> Okt. 2006 Neuordnung der Pfarrstellenstruktur, Auflösung des Pfarramtes Tonndorf. Die seit
Jahrhunderten zu Tonndorf gehörende nKirchgemeinde Tiefengruben wird künftig von Bad Berka aus betreut.
> Nov. 2006 Vorstellung der neuen elektronischen Johannus-Orgel aus Ede (Niederlande), finanziert aus Spenden des „Kultursommer Tiefengruben“. Das alte, von Orgelbaumeister Müller (Bad Berka) errichtete Instrument mit Pneumatik war schon länger nicht mehr bespielbar.
> 2012 Reparatur und Neueindeckung der Dachgauben
> 2014 

Umfassende Reinigung und Reparatur des Uhrwerks von 1791 durch Holger Brandt (Dornburg-Camburg), Anpassung des Schlagwerks, Einhausung der Mechanik;

> 2018  Erneuerung des Taufsteinsockels durch den Tiefengrubener Steinmetz Gerd Köhler; fachgerechte Restaurierung des gesamten Taufsteins.
2022 Malerarbeiten im Ausstellungsraum;

Impressionen

St. Nikolaus Kirche Innenansicht mit Blick zur Orgel
St. Nikolaus Kirche im Frühling
St. Nikolaus Kirche im Herbst
St. Nikolaus Kirche Eingang
St. Nikolaus Kirche im Winter
Handgeschmiedetes, mechanisches Uhrwerk der Kirchturmuhr

Die Kirchturmuhr

Das handgeschmiedete mechanische Uhrwerk wurde 1791 gebaut und befand sich vorher in einer anderen Kirche. 1962 wurde es in die Tiefengrubener Kirche eingebaut und angepasst. Durch mechanische Unzulänglichkeiten und Staub ging die Uhr trotz regelmäßiger Kontrolle immer öfter falsch und blieb schließlich stehen. 2014 wurde das Uhrwerk komplett überholt und die Mechanik angepasst. Das System muss zwei Mal im Jahr gewartet werden. Alle 60 Stunden muss das Uhrwerk von Hand aufgezogen werden.

Stand: 05/2022, H. Tänzer / S. Mayer